Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben die Vorschläge der EU-Kommission zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Pkw nach eingehender Prüfung als unzureichend bewertet. Um dringend notwendige Fortschritte im Klimaschutz zu erzielen, seien unter anderem höhere Strafzahlungen und zulassungsrelevante Grenzwerte unabdingbar.
Die EU-Kommission hat ihre Vorschläge für ein europäisches Energiepaket vorgestellt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen in der Union bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Der WWF hält das Paket für zu wenig ehrgeizig.
Die Glaubwürdigkeit des Hamburger Senats steht auf dem Spiel. Der WWF fordert Bürgermeister Ole von Beust und den Hamburger Senat auf, die geplante Anmeldung des Wattenmeers als Weltnaturerbe nicht zu blockieren. Noch im laufenden Monat müsse der Antrag bei der UNESCO in Paris gestellt werden.
Zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 warnt der WWF vor der Zerstörung der Kaltwasser-Korallenriffe im Nordostatlantik. Wegen ihres Fischreichtums werden die Tiefsee-Riffe zum Opfer der Fischereiindustrie, deren Grundschleppnetze die Korallen förmlich platt machen. Tonnenschwere Metallplatten und Räder an den Netzen hinterlassen eine Spur der Verwüstung. „Das ist, als ob man einen Elefanten durch eine Manufaktur mit Meissener Porzellan jagt. Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig“, erläutert WWF-Experte Christian Neumann. „In manchen Regionen sind schon bis zu 50 Prozent der Riffe verloren. Die Uhr für die Tiefsee-Riffe tickt.“
2007 war für Pflanzen und Tiere ein Rekordjahr. Niemals zuvor verbuchte die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) mehr Arten als gefährdet. 39 Prozent aller untersuchten Pflanzen und Tiere – exakt 16.306 Arten – gelten nunmehr offiziell als bedroht.
Die Deutsche Post und der WWF Deutschland verstärken ihre Zusammenarbeit und starten ein gemeinsames Projekt für den globalen Klimaschutz. Ziel ist es, Torfsumpfwälder in Indonesien zu renaturieren und einen international gültigen Standard für waldbezogene Klimaschutzprojekte zu entwickeln.
Fußnote statt klarer ‘road map’ – mit diesen Worten kommentierte Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auf Bali.
Das bayerische Umweltministerium nimmt alle Studien zu Kinderkrebs-Erkrankungen sehr ernst. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurde beauftragt, die veröffentlichte Studie des Bundesamts für Strahlenschutz zu analysieren und zu bewerten. Dabei wird die Aussagekraft vor allem zu den bayerischen Kraftwerksstandorten besonders zu beurteilen sein.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und die Reaktoraufsichtsbehörden der Bundesländer aufgefordert, Konsequenzen aus den besorgniserregenden Ergebnissen der heute vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichten Leukämie-Studie zu ziehen.
Das nun vom Bundeskabinett verabschiedete Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm ist für den WWF ein erster Schritt. Erst im nächsten Jahr, wenn die auf kommenden Mai verschobenen Maßnahmen beschlossen wurden, könne gesagt werden, ob Deutschland ambitionierte Klimaschutzpolitik betreibe und die avisierte Emissionsminderung von 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 erreichen kann. Wichtig sei, dass im jetzigen Klimapaket für die Maßnahmen kalkuliert sei, welchen Beitrag sie zur Verringerung des CO2-Ausstoßes in Deutschland beitragen. Leider habe man versäumt, hier die nötige Detaillierung vorzunehmen.
Vogelfutter ist ganz offensichtlich eine der Hauptursachen für die Verbreitung der hochallergenen Ambrosia-Pflanze: Von 18 untersuchten Produkten waren lediglich drei gänzlich frei von Ambrosia-Samen, warnt das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST. Wer das belastete Vogelfutter etwa im Garten verstreut, muss damit rechnen, dass er sich die problematische Pflanze vor die Haustür holt – und sie kaum wieder loswird.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vor, er wolle Autos mit hohem Spritverbrauch als “klimafreundlich” kennzeichnen. Der jetzt bekannt gewordene Entwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur Spritverbrauchskennzeichnung von Pkw desinformiere die Autokäufer und unterlaufe das angestrebte Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich.
Auf einem guten Weg ist das Naturschutzgroßprojekt ‘Grünes Band’ an der ehemaligen Zonengrenze zwischen Bayern und Thüringen. Dieses Fazit zog Umweltstaatssekretär Marcel Huber im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags. “Die ehemalige DDR-Grenze hat sich vom Todesstreifen in einen grünen Lebenskorridor und eine Wanderachse für gefährdete Arten entwickelt”, machte Huber deutlich.
Keine Beeinträchtigungen des Trinkwassers durch perfluorierte Tenside (PFT), auch bei den Fischen in Bayerns Gewässern konnten bislang keine Gesundheitsschäden speziell durch PFT gefunden werden – dieses Zwischenresümee zogen heute die Fachleute der Landesämter für Umwelt (LfU) und für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf einer Tagung in München.
Dieser Tage bereiten sich die Bären im Alpenraum auf ihre Winterruhe vor. Die kalte Jahreszeit verbringen sie meist in Höhlen, die sie zwischendurch immer wieder für kleine Ausflüge verlassen. „Wir freuen uns, dass 2007 wieder mehrere Braunbären aus dem italienischen Trentino nordwärts bis an die Grenze von Tirol, nach Südtirol und in die Schweiz gewandert sind“, begrüßt Volker Homes, WWF-Artenschutzexperte die Bären-Migration.
Bayerns Luft wird immer reiner; seit Jahren geht die Belastung durch Schwermetalle insgesamt zurück. Diese erfreuliche Bilanz zog Bayerns Umwelt-Staatssekretär Marcel Huber in München anlässlich der Vorstellung des “Verbreitungsatlasses der Moose Deutschlands’’. Huber: “Moose haben keine Wurzeln und nehmen ungefiltert Schadstoffe aus der Luft auf. Sie reagieren daher viel schneller und empfindlicher auf Umweltveränderungen als Samenpflanzen. Diese Eigenschaft nutzen wir seit fast 40 Jahren als Frühwarnsystem für Umweltveränderungen.”
In den letzten fünf Jahren haben Angler und Fischer in Deutschland mehr als 40.000 Kormorane erschlagen bzw. von Jägern abschießen lassen, weil sie die Vögel für ihre Ertragsverluste verantwortlich machen. Wissenschaftler des Deutschen Rates für Vogelschutz (DRV) haben diese Behauptung untersucht und erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen.
Die Klimaschutz-Kooperation „Rettet unsere Erde“ von BILD, BUND, Greenpeace und WWF ruft gemeinsam mit Google und ProSieben am Samstag, den 8. Dezember 2007, zu einer deutschlandweiten Aktion auf: „Licht aus! Für unser Klima.“. Von 20 Uhr bis 20.05 Uhr sollen für fünf Minuten im ganzen Land die Lichter ausgeschaltet werden. Eine eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft.
Treibhausgase werden nicht nur durch Fabrikschlote und die Auspuffrohre der Automobilflotte in die Luft geblasen, sondern auch durch rülpsende Rinder und überdüngte Felder. In Deutschland gehen bis zu elf Prozent des vom Menschen verursachten Klimawandels auf das Konto der Landwirtschaft. Weltweit ist der Anteil mit 14 Prozent sogar noch höher. Rechnet man die Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Nutzflächen dazu, steigt der Anteil sogar auf über 30 Prozent.
Stendal – Mitten in einem der wichtigsten Vogelschutzgebiete Deutschlands haben am Wochenende Jäger aus Brandenburg das Feuer auf überfliegende Wildgänse eröffnet. Mitarbeiter des Bonner Komitees gegen den Vogelmord hatten am Samstagnachmittag bei einer Kontrollfahrt eine Jagdgesellschaft mit rund 30 Personen in der Havelniederung südwestlich von Havelberg entdeckt.
"Die SPD-Basis hat ihrer PS-verliebten Parteiführung ein Tempo-130-Schild vor die Nase gesetzt. Das ist nicht nur ein klares Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen in Deutschland das Rasen ohne Limit ablehnen. Der Beschluss macht deutlich, dass den Menschen klar ist, eine wirklich ökologische Industriepolitik sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern sie nützt auch dem Umwelt- und Klimaschutz", sagte Gerhard Timm, Geschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Jetzt müsse vor allem die CDU/CSU-Führung inklusive Bundeskanzlerin Angela Merkel aufpassen, dass sie mit ihrer sturen Antihaltung gegen ein Tempolimit nicht gegen ihre eigene Basis agiere.
Die EU-Fischereiminister haben gestern Abend entschieden, dass sich der Ostsee-Dorsch nicht von der Überfischung erholen darf. Die Minister beschlossen in Luxemburg, die Fangmengen für den stark bedrohten Dorschbestand in der östlichen Ostsee lediglich um fünf Prozent, für den westlichen Bestand um 28 Prozent zu reduzieren. Damit blieben sie hinter dem Vorschlag der EU-Kommission zurück, die eine Verringerung um 23 bzw. 33 Prozent vorgesehen hatte. Die Wissenschaftler des Internationalen Rates zur Erforschung der Meere (ICES) hatten sogar empfohlen, den Fang ganz auszusetzen. „Dies ist eine dramatische Fehlentscheidung“, kritisiert WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht.
Der WWF sieht in dem „Trilateralen Wattenmeerplan“ zum Schutz der einmaligen Naturregion in der Nordsee einen „Meilenstein im Umweltschutz“. Vor zehn Jahren, am 22. Oktober 1997, verabschiedeten Dänemark, Deutschland und die Niederlande das Abkommen. Die von der Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer damaligen Funktion als Bundesumweltministerin unterschriebene Erklärung sieht unter anderem einen Verzicht auf neue Öl- und Gasförderungen in den Schutzgebieten des Wattenmeeres vor.
Der Einsatz von Rapsölkraftstoff belastet die Gesundheit weniger als Dieselkraftstoff. Das haben neueste Analysen des Technologie- und Förderzentrums im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing und des bifa Umweltinstituts in Augsburg ergeben. Die wissenschaftlichen Untersuchungen der beiden Institute belegen, dass die Abgase von angepassten Rapsöl-Motoren um über die Hälfte weniger erbgutverändernd sind als die von Dieselmotoren.
Europäische Fachleute raten zur verstärkten Beobachtung, um frühzeitig Gefahren zu erkennen und handeln zu können. Das Klima ist wesentlich für das Überleben und die Verbreitung von Krankheitserregern mit verantwortlich – auch für die Anzahl der im Freiland lebenden Überträger (Vektoren), beispielsweise Mücken, Zecken oder Nagetiere. So lautet das zentrale Ergebnis einer internationalen Tagung mit rund 140 Fachleuten, die das Umweltbundesamt (UBA) mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Berlin organisierte.
Große Freude bei der Umweltstiftung WWF über die Auszeichnung des UN-Klimarates und Al Gores mit dem Friedensnobelpreis: „Das ist ein Riesensignal, das genau zur richtigen Zeit kommt“, sagt Regine Günther, WWF-Klimaschutzexpertin. „Wir sind glücklich, dass die entschlossene Aufklärung über den menschgemachten Klimawandel, die der UN-Klimarat und Al Gore weltweit bei den Menschen und an den Schaltstellen der politischen und wirtschaftlichen Macht leisten, mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt wird.“ Mit der Auszeichnung werde die Wichtigkeit des Klimaschutzes noch einmal deutlich unterstrichen.
Für eine stärkere Berücksichtigung von kleinen Biogasanlagen im Rahmen der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat sich Landwirtschaftsminister Josef Miller ausgesprochen.
Damit Naturgefahren nicht zu Naturkatastrophen werden, müssen gefährdete Gebiete von Bebauung frei gehalten werden. Daran erinnerte Umwelt-Staatssekretär Otmar Bernhard rief dazu auf, verstärkt Vorsorge vor Naturgefahren zu treffen.
“Die Qualität der ersten Messdaten aus dem Bohrloch an der Zugspitze ist sehr gut” freut sich Professor Albert Göttle, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Quer durch den Gipfelbereich der Zugspitze reicht das Loch, das seit Mitte August mit 25 Temperatursensoren bestückt ist und nach der Bohrung wieder verschlossen wurde.
Zwei der in den vergangenen Monaten in die Kritik geratenen Billig-Partikelminderungssysteme für die Nachrüstung von Diesel-Pkw sind nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe e. V. nun auch bei der durch das Kraftfahrtbundesamt angeordneten stichprobenhaften Wirksamkeitsüberprüfung durch des TÜV Nord durchgefallen.
Die Europäische Union hat es auch fünf Jahre nach der Reform ihrer Fischereipolitik nicht geschafft, die Ausbeutung der Meere zu stoppen. 80 Prozent der Fischbestände vor den Küsten Europas gelten als bis an die biologischen Grenzen befischt oder überfischt. Zehntausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Ursachen sind laut einer neuen WWF-Studie zu hohe Fangquoten, eine zu große Fangflotte und ein mangelhaftes Fischerei-Management.
Der Streit zwischen der EU und Polen um die Dorschfischerei in der Ostsee eskaliert. Nach Angaben des WWF sind auch am Dienstag (25.9.) trotz des Brüsseler Fangverbots erneut polnische Fischerboote aus den Häfen von Darlowo und Gdyina ausgelaufen, um Dorsch zu fangen – mit Rückendeckung der Regierung in Warschau.
Der Bund Naturschutz (BN) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern von den Umweltministern von Bund und Ländern die Einrichtung eines Wegenetzes für wandernde Tierarten. Die erbindung der Lebensräume dieser Tiere sei in europäischen und deutschen Gesetzen wie Natura2000 zwar vorgeschrieben. Bisher gebe es jedoch keine Konzepte, dies auch umzusetzen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der ökologische Anbauverband "Bioland" haben die Bundesländer aufgefordert, das am Freitag im Bundesrat zur Beratung anstehende Gentechnikgesetz nachzubessern. Eine schleichende Verunreinigung der gesamten Nahrungskette mit gentechnisch veränderten Organismen dürfe nicht legitimiert werden, so die Kritiker des Gentechnikgesetz.
Am Montag (17.9.) brachte die Lufthansa ein so genanntes Klimaticket auf den Markt. Die Passagiere können durch einen Aufpreis einen Teil der durch den Flug entstandenen klimaschädlichen Emissionen wieder ausgleichen. Für den WWF ist diese freiwillige Abgabe „nur ein erster Schritt auf einem langen Weg“.
Die bislang größte Entenabschlachtaktion Deutschlands, bei der über 365.000 Enten aus der industriellen Massentierhaltung wegen des Verdachts der Vogelgrippeinfektion getötet und als Tiermehl verbrannt werden, darf nach Ansicht des Bund Naturschutz nicht ohne Konsequenzen bleiben. „Die Dimension der Tiertötung ist apokalyptisch. Diese Auswüchse einer tier- und menschenverachtenden Geflügelhaltung müssen endlich durch eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes sowie des Landwirtschafts-, Umwelt- und Baurechts in Zukunft ausgeschlossen werden“, fordert Prof. Dr. Hubert Weiger vom Bund Naturschutz.
Die Westlichen Gorillas (Gorilla gorilla) in Zentralafrika gelten offiziell als vom Aussterben bedroht. Eine rücksichtslose Wilderei und das tödliche Ebola-Virus haben die Bestände der Menschenaffen im letzten Vierteljahrhundert um 60 Prozent schrumpfen lassen. Dies geht aus der neuen „Roten Liste 2007“ hervor, die heute von der Weltnaturschutzunion IUCN im schweizerischen Gland veröffentlicht wurde.
Erstmals präsentieren sich Volkswagen und der Naturschutzbund NABU in Frankfurt/M. gemeinsam auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA). Klima- und Umweltschutz seien zentrale Themen der diesjährigen weltweit größten Automobilschau. Was läge da näher als die seit vielen Jahren erfolgreich arbeitende Partnerschaft von Europas größtem Automobilhersteller und Deutschlands größter Umweltorganisation einem breiten Automobil- und Umwelt-Interessierten Publikum zu präsentieren.
Der WWF schlägt für die dritte Runde des Emissionshandels, die im Jahr 2013 beginnt, eine vollständige Versteigerung der Zertifikate vor. Die Auktionierung sei das einzige Instrument, das dem Verursacherprinzip gerecht werde. Mitnahmeeffekte von Seiten der Energieversorger könnten so ausgeschlossen werden und der Ausstoß von Kohlendioxid bekomme einen marktgerechten Preis.
Um die Zugvogel-Wilderei im Mittelmeerraum weiter in die Defensive zu drängen veranstaltet das Bonner Komitee gegen den Vogelmord ab Mitte September ein großes Vogelschutzcamp auf den Inseln Malta und Gozo. Hauptziel der Aktion ist die Abschreckung potentieller Gesetzesbrecher durch eine rund-um-die-Uhr-Präsenz von Aktivisten in jagdlichen Brennpunkten und an den für den Vogelzug wichtigen Küstenabschnitten.
Weil die Konsumenten für Walfleisch fehlen, hat Island angekündigt, den kommerziellen Walfang einzustellen. Der WWF begrüßt die Entscheidung als überfällig: „Wir sind erleichtert, dass Island endlich die Zeichen der Zeit erkannt hat und den kommerziellen Walfang stoppt“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes.
Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) hat die aktuelle Diskussion um den Transrapid heute scharf kommentiert: „Dieses Prestigeprojekt ist verkehrstechnisch überflüssig, hat keine Absatzmärkte, zerstört den Norden Münchens, verbraucht mehr Energie als die Alternativen, ist nicht zu bezahlen und wird außerdem von einer Mehrheit der bayerischen Bevölkerung abgelehnt,“ fasst Richard Mergner, Landesbeauftragter des BN die Kritikpunkte zusammen.
Angesichts der gewaltigen Brände in Griechenland wird der Ruf nach einer europäischen Feuerwehr immer lauter. Für den WWF greift dieser Ansatz zu kurz, weil er von den Ursachen ablenke. „Natürlich kann man die Brandbekämpfung verbessern, indem man die Feuerwehren besser ausrüstet. Dabei darf es aber nicht bleiben, sonst werden die Menschen nur in eine trügerische Sicherheit gewiegt“, mahnt WWF-Waldexpertin Nina Griesshammer.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beteiligt sich mit einem eigenen Messteam an einer Drei-Länder-Übung zur Messung der Radioaktivität in der Umwelt. Vom 27. bis 30. August 2007 führen Spezialisten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemeinsame Radioaktivitätsmessungen in der Region Basel/Schweiz durch.
„Detailliert aber ziellos“, so das Fazit des WWF zu dem von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunktepapier für ein Energie- und Klimaprogramm. „In den bislang vorliegenden Plänen sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Es fehlen nachprüfbare, quantifizierte Ziele für die Einzelmaßnahmen“, kritisiert Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland.
Der Naturschutzbund NABU bewertet das Eckpunktepapier der Bundesregierung für ein Klimaschutzprogramm als nicht ausreichend ambitioniert. „Die bisher bekannt gewordenen Details sind insbesondere im Verkehrsbereich unzureichend oder viel zu vage“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Wenn die Bundesregierung nach der Klimadiskussion und den gestiegenen Energiepreisen der vergangenen Monate nun eine Light-Version an Klimaschutzideen präsentiert, rücken die bereits festgelegten Klimaschutzziele in weite Ferne“.
Die Nordsee wird immer lauter. Die Dauerbelastung durch den boomenden Schiffsverkehr nimmt ebenso zu wie extreme Lärmereignisse. Explosionen, der Bau von Windparks und Ölplattformen, die Suche nach Öl- und Gasvorkommen mit Luftkanonen sowie Sand- und Kiesbaggerungen sorgen immer wieder für enormen Krach unter Wasser. Der zunehmende Lärm bedroht die streng geschützten Schweinswale. Dies ist das Ergebnis einer neuen WWF-Studie. „Die Weltmeere werden immer lauter.
Fünf Jahre nach der Jahrhundertflut an Moldau, Elbe und Donau hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Anrainern eine schleppende Umsetzung der Hochwasserschutzgesetze und der entsprechenden Schutzpläne vorgeworfen. Die betroffenen Bundesländer hätten zwar insgesamt rund acht Milliarden Euro Schadens- und Aufbauhilfen bekommen. Damit sei jedoch vor allem die Infrastruktur in den Risikogebieten wiederhergestellt worden.
Angesichts der verheerenden Waldbrände in Europa verlangt der WWF ein Gesetz auf EU-Ebene, das es verbietet, auf abgebrannten Waldflächen zu bauen. WWF-Expertin Nina Griesshammer: “Wir wissen, dass ein großer Teil der Waldbrände auf Brandstiftung zurückgeht. Kaum ist ein Wald abgebrannt, interessieren sich auffallend oft Grundstücksspekulanten für das Gebiet, das sie nie hätten kaufen können, als der Wald dort noch stand.”
Auch diesen Sommer wimmelt es nur so vor Insekten. Um die zahllosen Plagegeister zu bekämpfen, ist der Griff zur Sprayflasche besonders verlockend. Doch nicht nur solche Insektensprays enthalten Biozide. Fast überall in unseren Haushalten lassen sich Biozide finden – selbst in Farben, Kosmetika oder Zahnpasta. Sie sollen vor unerwünschtem Schädlingsbefall schützen. Welche Gesundheitsrisiken die enthaltenen Biozide bergen können, zeigen die Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Aktionsprogramms “Umwelt und Gesundheit”(APUG).
Ein Großteil aller weltweiten Waldbrände könnte verhindert werden. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag (26.7.) veröffentlichten WWF-Studie. Demnach haben nur noch vier Prozent der Brände eine natürliche Ursache wie zum Beispiel Blitzschlag. „In allen anderen Fällen ist der Mensch verantwortlich“, sagt Nina Griesshammer, Waldexpertin des WWF.
Die heißen Tage werden auch in Bayern höhere Ozonbelastungen mit sich bringen. Erstmals in diesem Jahr wurde gestern Nachmittag der Schwellenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Ab diesem Wert wird Ozon-empfindlichen Personen empfohlen, vorsorglich ungewohnte und erhebliche körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Von besonderen sportlichen Ausdauerleistungen wird abgeraten. Ab 240 Mikrogramm gilt diese Empfehlung generell. Ab dieser Konzentration können Symptome wie Tränenreiz, Reizung der Atemwege, Kopfschmerz und Atembeschwerden auftreten.
Die Hinweise auf die Rückkehr der seltenen Wildkatze in die Wälder Unterfrankens mehren sich. Derzeit sind die BN-Wildkatzenexperten den heimlichen Mäusejägern mit Duftfallen und Genanalysen auf der Spur.
Deutschlands Einwohnerzahl schrumpft – und das hat Konsequenzen! Setzten Kommunen und Abwasserverbände in der Vergangenheit häufig auf den Bau von Großkläranlagen, sind heute kleine, dezentrale Lösungen in vielen Regionen das Gebot der Stunde. Doch eine schwer überschaubare Informationslage macht es Hausbesitzern, Behörden und Verbänden nicht leicht, die richtigen Wege einzuschlagen.
Der österreichischen Alpenwelt stehen herbe Verluste bevor. Laut einer Studie im Auftrag des WWF geht die Artenvielfalt in unserem Nachbarland aufgrund des Klimawandels deutlich zurück. Die Erderwärmung bedroht Äschen, Barsche und Bachforellen, Birkhühner und Schneehasen, Auwälder und viele Alpenpflanzen.
Die Klimaschutzziele von EU und Bundesregierung geben eine 40-prozentige Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bis 2020 vor. Durch diese Vorgabe und den gleichzeitigen Ausstieg aus der Kernkraft steht die Stromwirtschaft in Deutschland vor einem tief greifenden Wandel. Eine neue Studie von WWF Deutschland und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass das Klimaschutzziel mit einem Bündel aus wenigen Maßnahmen zu erreichen ist.
Die Deutsche Umwelthilfe e. V. hat die „ungebührliche Hektik“ beim Wiederanfahren des über 30 Jahre alten Atomkraftwerks Brunsbüttel in der Nacht zu Sonntag scharf verurteilt. Der Störfall vom vergangenen Donnerstag sei keineswegs vollständig aufgeklärt, erklärte die Umweltorganisation. So wisse bisher niemand, warum es im Verlauf der Reaktorschnellabschaltung beim Einschießen eines der Steuerstäbe zu Verzögerungen kam.
Seit 20 Jahren engagiert sich Carolin Reiber als WWF-Botschafterin für den Naturschutz. Ob als Moderatorin einer großen ZDF-Spendengala, von TV-Dokumentationen aus China und Brasilien oder als Mitglied im WWF-Stiftungsrat – Carolin Reiber setzt sich immer wieder für WWF-Projekte ein.
18 tote Wasservögel wurden seit 20. Juni bis heute insgesamt am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht. Bei zehn dieser Tiere aus dem Wöhrder See und dem Silbersee in Nürnberg konnte vom LGL H5N1 nachgewiesen werden. Laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wurde bei 6 Tieren davon der hoch pathogene Subtyp nachgewiesen. Die restlichen vier Tiere werden vom FLI noch weiter untersucht.
Der Bundestag hat das Gesetz für den Emissionshandel für die Zeit von 2008 bis 2012 verabschiedet. Der WWF kritisiert, dass das so genannte Zuteilungsgesetz Sonderregelungen für klimaschädliche Kohlekraftwerke zementiere. „Leider hat sich auch das Parlament nicht getraut, die Kohleschutzklauseln zu kippen“, zeigt sich WWF Deutschland enttäuscht.
Berlin – Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben gegen das in der Nacht zum Freitag vom Bundestag verabschiedete “Gesetz zur Reduzierung und Beschleunigung von immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren” protestiert. Durch das Gesetz entfalle die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für neue größere Massentierhaltungsanlagen. Es wirke somit wie ein “Durchmarschgesetz für die Massentierhaltung” und fördere die Überschussproduktion von Fleisch unter nicht artgerechten Haltungsbedingungen.
© 2005 - 2010 tagespunkt.de alle Rechte vorbehalten.